Der Herkuleshaufen M13

Aus meinem Archiv:

Gestern (5.5.2014) war ich wieder auf Planetenjagd. Beteiligt waren mein RC mit 2000mm Brennweite auf der AZ-EQ6GT und die EOS 600D. Das Teleskop hatte hatte ich nur sehr nachlässig eingestellt, quick and dirty sozusagen, aber noch ausreichend für Jupiter und Mond mit 10m Brennweite. Mein Standort war der gewohnte Platz bei meinem Kakteenhügel unweit der leuchtenden Straßenlaterne.

Das Wetter war zu Beginn des Abends noch akzeptabel gewesen, verschlechterte sich dann aber in kurzer Zeit rapide, so daß ich beim Mars abbrechen mußte, gerade als er mit 37° Höhe im Süden stand. Der Mond war da nur noch verschleiert zu sehen, zeigte aber ein schönes Halo.

Zum Abschluß des Abends wagte ich noch einen kurzen Blick ins Sternbild Herkules und suchte M13. Ein paar Testaufnahmen gingen noch, bevor die Sicht zu schlecht wurde.

Hier eines dieser Testbilder:

herkuleshaufen

Nach dieser Aufnahme packte ich alles zusammen und machte Feierabend.

Wo im Sternbild Herkules ist M13

Hab ich in meine kleinen Sternenkarten reingemalt: https://seescho.wordpress.com/sternenkarten-teil-2/herkules/herkules-deepsky/

Aussicht

Ich nöchte mich ein bißchen mehr mit deepksy beschäftigen. Der Herkuleshaufen war mein erster Versuch in diese Richtung. Ist nicht viel gegangen seit diesem Versuch außer der whirlpool-galaxy. Ich bleib aber dran.

Die technischen Daten

  • Aufnahmedatum: 5. Mai 2014
  • Aufnahmezeit: 23:36 Uhr
  • Teleskop: GSO RC 10 Zoll f/8
  • Brennweite: 2.000mm
  • Montierung: AZ-EQ6 GT
  • Kamera: EOS 600D
  • Belichtungszeit: 30s
  • ISO 1600
  • Aufnahmeformat: CR2

Bildbearbeitung mit darktable

  • Rohbild laden
  • Hot Pixel Korrektur
  • CA Korrektur
  • Farbkurve: Schwarzwert hochziehen
  • Farbkurve: Kontraste erweitern
  • Equalizer: schmalbandig Schärfen im hohen Frequenzbereich
  • Lokaler Kontrast: Mit Standardeinstellungen
  • Farbsättigung: rauf
  • Rauschfilter: Profil
  • Unscharf maskieren
  • Exportieren nach jpeg

Ich bearbeite meine Bilder unter Linux (openSUSE) und verwende dazu darktable. Dieses Programm ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen und liefert, auch im Astrobereich, exzellente Ergebnisse.

Einige Vor- und Nachteile von darktable

  • Der Rauschfilter (Profil) ist eine Klasse für sich
  • Der Equalizer ist der Hammer schlechthin
  • Der Equalizer hat bei mir die wavelet-Schärfung von registax abgelöst
  • Farbsaumentfernung
  • Lokaler Kontrast-Filter ist klasse
  • Bildverwaltung schon sehr gewöhnungsbedürftig
  • Bei der Hotpixel-Korrektur ist rawtherapee um Klassen besser
  • CAs werden auch von rawtherapee besser herausgerechnet

 

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2 Gedanken zu „Der Herkuleshaufen M13

  1. Mit der 600D ist ISO 1600 in der Tat grenzwertig. Manchmal brauch ich aber einfach die Verstärkung. Das nachträglich hochzudrehen macht keinen Sinn.
    Ich hab oben in den Artikel jetzt die Bearbeitungsschritte in darktable reingeschrieben und noch ein paar allgemeine Worte zu darktable verloren
    Edgar

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