Adler (Sternbild)

Sternbild Adler

Bezeichnungen
Adler:    Lat. Aquila   Gen. Aquilae   Kürzel Aql
Günstigste Beobachtungsmonate
Adler:    5 6 7 8 9 10
Sternenkarte
Sternbild Adler
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Beschreibung

Sternbild Adler

Der Adler fliegt die Milchstraße entlang. Sein  Kopf ist lang ausgestreckt. Es scheint, als wolle er nach unten aus dem Bild fliegen.

Hinter dem Adler schwebt der Schwan, die Flügel weit ausgestreckt. Seine Richtung ist die des Adlers.

Was ist sonst noch los auf meiner Sternenkarte?

Der  Meeresgott Poseidon, sprich der Wassermann, kniet noch immer oben auf der Klippe und kippt mit bewundernswerter Ausdauer Wasser ins Meer. Ist ihm wohl noch nicht nass genug, sein Reich.
Und der Steinbock steht neben Poseidon und schaut dessen Treiben interessiert zu.

Ich frag mich nur, warum Herkules es so eilig hat. Entweder gefällt ihm das Spiel der Leier nicht, die hinter ihm am Boden liegt, oder es ist gleich Brotzeit. Und für die Brotzeit muß er wohl noch schnell zum Metzger, um sich eine Leberkässemmel zu kaufen…

Hier noch ein Detailbild vom Adler:

Sternbild Adler Details
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Das Sommerdreieck

Ich hab in die Sternenkarte noch die Leier reingemalt. Die drei Sternbilder  Schwan, Adler und Leier haben dermaßen helle Hauptsterne, daß sie am Nachthimmel kaum übersehen werden können:

Altair im Adler
Wega in der Leier
Deneb im Schwan

Diese auffällige Konstellation von Altair, Wega und Deneb wird Sommerdreieck genannt.

Die hellsten Sterne des Nordhimmels

Weil wir gerade bei den sehr auffälligen Sternen Altair im Sternbild Adler, Wega im Sternbild Leier und Deneb im Sternbild Schwan sind. Ich hab eine Liste der hellsten Sterne des Nordhimmels zusammengestellt.

Sternenhelligkeiten

Und weil wir gerade bei den hellsten Sternen des Nordhimmels sind. Hier geht es zu zu meinem Artikel über die Magnitudenskala.

Die Geschichte

Prometheus und Pandora

Am Anfang gab es keine Menschen auf der Erde. Die Welt gehörte allein den Göttern, wie ich in der Geschichte zum Sternbild Steinbock erzählt habe.

Das gefiel Prometheus nicht besonders. Der Titan formte aus Ton Puppen und impfte sie mit den besten Eigenschaften der Tiere. Diese Tonfiguren erwachten zum Leben, als Athene ihnen Verstand und Vernunft schenkte.  Die Menschheit war geboren.

Prometheus machte es sich zur Aufgabe, über seine Schöpfung zu wachen. Er wurde Lehrmeister der Menschen.

Eines Tages fiel den Göttern auf, daß sie nicht mehr allein auf der Erde waren. Dort unten tummelten sich geschäftig Menschen, deren Aussehen dem der Götter glich. Sie  überlegten, ob ihnen diese neugeschaffene Rasse gefallen solle. Die Menschen würden ihnen nicht schaden können, machtlos wie sie waren.  Man könnte sie aber für das eigene Vergnügen benutzen. Allerdings sollte man ihnen gleich von Anfang an klar machen, wer das sagen hatte.

Die Götter verlangten Opfer von den Menschen.

Die Menschen taten ihr Bestes, den Göttern zu gefallen. Sie brachten die geforderten Tieropfer. Da sie aber in der Jagd noch nicht sehr geübt waren, fiel ihnen das Geben manchmal schwer, nicht deswegen, weil sie nicht geben wollten, sondern, weil sie nichts zum Geben hatten.

Prometheus versuchte, seinen Menschen zu helfen. Er manipulierte die Tieropfer so, daß die Göttern nur die Haut und die Knochen bekamen. Das Fleisch blieb bei den hungernden Menschen.

Man kann sich ausmalen, daß diese Manipulation nicht sehr lange verborgen blieb. Zeus zürnte und nahm den Menschen als Strafe das Feuer weg. Prometheus jedoch holte sich die Flammen postwendend zurück. Er zündete einen Zweig am Sonnenwagen des Helios an und brachte ihn auf die Erde.

Nun tobte Zeus. Was sollte das? Was sollte diese Missachtung seines Willens?

Zeus ließ eine wunderschöne junge Frau formen, hauchte ihr Leben ein und schickte sie auf die Erde.

Das Mädchen hieß Pandora. Sie hatte vom Göttervater eine Büchse erhalten, die sie mit auf die Erde nahm. Pandora lebte sich schnell ein auf der Erde und fand im Bruder von Prometheus einen Gefährten. Aus der anfänglichen Freundschaft wurde Liebe und die beiden heirateten.

Die Büchse der Pandora stand lange Zeit auf auf der Kommode im Schlafraum der beiden. Eines Tages konnte die Frau ihre Neugier nicht mehr bezwingen. Sie wollte wissen, was drin war in der Büchse. Nur ganz kurz hob sie den Deckel, um hineinzuschauen.

Wie ein Schwall kam es ihr entgegen. All das Schlechte, das in der Büchse eingesperrt war, entwich durch die kleine Öffnung, die Pandora geschaffen hatte. Zu Tode erschrocken drückte sie den Deckel zurück auf die Büchse. Es war jedoch zu spät. Nur die Hoffnung war nicht schnell genug gewesen, Sie blieb zurück in der Büchse.

Von diesem Moment an gab es Siechtum und Krankheiten auf der Erde.

Zeus war zufrieden mit dem Geschehen. Die der Menschheit zugedachte Strafe würde Früchte tragen. Nun kam Prometheus an die Reihe.

Zeus ließ den Titanen einfangen und kettete ihn an einen Felsen.

Kein Essen, kein Trinken, brennende Sonne, Prometheus mußte leiden. Er konnte nicht sterben, denn er stammte von den Göttern ab. Auch wenn er nicht deren Macht hatte, so war er doch unsterblich. Sein Leid dauerte eine Ewigkeit.

Jeden Tag kam ein Adler angeflogen, der in der Nähe des Felsens wohl seinen Horst hatte. Jeden Tag hackte dieser Vogel ein Stück Leber aus dem Leib von Prometheus. Und jede Nacht wuchs die Leber des Titanen wieder heran. Und jeden neuen Tag war der Adler wieder da mit seinem scharfen Schnabel.

Die Qual von Prometheus dauerte Jahrhunderte. Eines Tages jedoch wollte es der Zufall, das Herakles in die Gegend kam. Der Held hatte wenig Skrupel. Er scherte sich nicht um dem Willen der Götter und zerschlug die Ketten von Prometheus.

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