Perseus (Sternbild)

Sternbild Perseus

Bezeichnungen
Perseus:    Lat. Perseus     Gen. Persei     Kürzel  Per
Günstigste Beobachtungsmonate
Perseus:       9 10 11 12
Sternenkarten
Sternbild Perseus
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Beschreibung

Sternbild Perseus

Das Sternbild Perseus ist leicht am Nachthimmel zu finden. Sobald wir Kassiopeia im Blickfeld haben, sehen wir auch Perseus.

Persus liegt, wie seine Gattin Kassiopaia auch, auf der Milchstraße.

Sternbild Perseus Milchstrasse
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Auf einer geraden Straße gibt es nur zwei Richtungen. Es sollte also nicht allzu schwer sein, auf Perseus zu stoßen. Klappt das nicht gleich auf Anhieb und der eindrucksvolle Schwan fliegt vorbei, dann wissen wir, daß wir in die verkehrte Richtung unterwegs sind. Dann heißt es bremsen und umdrehen.

Auf dem Rückweg kommen wir dann an Kassiopeia wieder vorbei und schon ist er da, unser Held.

Die Geschichte

Das Leben des Perseus

Perseus rettete Andromeda aus Todesgefahr. Soviel wissen wir schon aus der Erzählung um die königliche Familie.

Schauen wir uns nun einmal an, wer er wirklich war, dieser Perseus.

Perseus war das Ergebnis eines der vielen Seitensprünge von Zeus. Der Göttervater hatte sich über Danae, die Tochter des Königs von Argos, hergemacht. Neun Monate später gebar Danae einen Sohn und der Schlamassel  begann…

Ein Orakel hatte dem König von Argos geweissagt, er würde einmal von der Hand seines Enkels sterben. Um diese Gefahr erst gar nicht erst aufkommen zu lassen, verfrachtete der König seine Tochter mitsamt deren Sohn in eine Holzkiste, die er ins Meer warf.

Diese Art von Selbstjustiz war dem Meeresgott Poseidon gar nicht recht. Er sorgte dafür, daß die wackelige Kiste nicht zerbrach und an den Strand einer Insel gespült wurde. Mutter und Sohn waren gerettet. Sie fanden Unterschlupf auf der Insel.

Der Herrscher des Eilandes war König Polydektes. Angetan von der Schönheit von Danae begann er, ihr nachzustellen. Danae weigerte sich, den König an sich heranzulassen. Immer und immer wieder bedrängte er sie. Und immer und immer wieder sagte sie Nein.

Als sich dann auch noch Perseus, der Sohn von Danae, schützend vor seine Mutter stellte, sah König Polydektes, daß es so nicht weiter kam. Er überlegte, wie er an die begehrenswerte junge Frau herankommen könnte. Und es kam ihm eine Idee.

Als auf der Insel wieder einmal eine Hochzeit angesagt war, verfügte der König, daß jeder Einwohner der Insel ein Pferd als Hochzeitsgeschenk geben sollte. Das war für Danae und Perseus natürlich ein Problem, denn aus einem fernen Lande kommend hatten sie nichts als das, was sie am Leibe trugen. Als Ausgleich für das fehlende Geschenk forderte der König Perseus auf, ihm den Kopf der Medusa zu bringen.

Damit begannen die Heldentaten von Perseus.

Pallas Athene schenkte ihm einen Spiegelschild, damit er die tödlichen Blick von Medusa abwehren konnte. Hermes, der Götterbote organisierte Flügelschuhe für den Held. Und von den Nymphen bekam Perseus eine Tarnkappe. So gerüstet machte er sich auf den langen Weg zu Medusa.

Ihr kennt die Geschichte ja schon. Es gelang Perseus, Medusa zu überwinden und zu töten. Ihren Kopf packte er sorgsam in einen Stoffsack ein und fuhr zurück in Richtung Heimat.

Am Ende der Welt, dort wo Atlas die Erde auf seinen Schultern trug, machte Perseus Rast. Er  bat Atlas um Speise und Trank. Atlas verweigerte dem erschöpften Held die Gastfreundschaft und es kam zu einem Handgemenge kam.

Die Rauferei wurde immer heftiger und Perseus wußte sich schließlich nicht mehr zu helfen. Er öffnete den Stoffbeutel, nahm das Haupt der Medusa heraus und streckte es Atlas entgegen.

Der leblose Blick von Medusa war immer noch eine fürchterliche Waffe. Atlas wurde sofort zu Stein, als er in ihre Augen sah. Das Atlas-Gebirge war entstanden.

Die nächste Rast machte Perseus in Äthiopien. Dort fand er die schöne Königstochter Andromeda. Das Mädchen lag da, an einen Felsen gekettet und wartete auf den Tod. Perseus sah nicht ein, daß das schöne Mädchen dem wütenden Walfisch als Opfer dargebracht werden sollte. Es zerschlug ihre Fesseln und nahm sie mit sich. Die beiden wurden ein glückliches Paar.

Die Heimreise ging weiter und der Weg war lang und gefährlich. Perseus und Andromeda kamen gut voran. In einer auf dem Weg liegenden Stadt machten sie Rast. Die Herberge war einfach, aber gemütlich und Andromeda schlief nach einem üppigen Mahl bald ein. Perseus war noch nicht müde und sah sich in der Stadt um.

Es war Trubel überall in der Stadt, denn es wurden Wettkämpfe ausgetragen. Perseus sah eine Weile zu. Dann beschloss er, mitzumachen. Er trug sich für das Diskuswerfen ein.

Er schleuderte seinen Diskus weit, weiter als alle Konkurrenten, noch über die Begrenzung der Bahn hinaus. Ein anderer Wettkämpfer passte nicht auf und bekam den Diskus an den Kopf. Das Sportgerät zertrümmerte dem unglücklichen Mann den Schädel.

Perseus stürmte heran, als er sah, welche Auswirkung sein Diskuswurf hatte. Vielleicht konnte er noch helfen. Er drehte den auf dem Bauch liegenden Mann um und erbleichte. Der Mann war tot. Und der Mann war sein Großvater, der König von Argos.

Das Orakel hatte recht gehabt mit seiner Weissagung. Der König von Argos starb durch die Hand seinen Enkelsohnes.

Man sieht, ein Orakel läßt sich nicht betrügen!

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