Steinbock (Sternbild)

Sternbild Steinbock

Bezeichnungen
Steinbock    Lat. Capricornus    Gen. Capricorni    Kürzel Cap
Günstigste Beobachtungsmonate
Steinbock:      6 7 8 9 10 11 12
Sternenkarte
Sternbild Steinbock Steinbock
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Beschreibung

Sternbild Steinbock

Auch wenn dieses Sternbild zu den ältesten Sternbildern gehört, ganz so einfach ist es nicht zu erkennen. Schaut einfach eine Zeitlang die Gegend unterhalb den Beinen des Wassermanns an, vielleicht entdeckt ihr es dann.

Im früheren Messopotamien wurde dieses Sternbild Ziegenfisch genannt. Der Name entstand vielleicht wegen der Form des Sternbildes, vielleicht aber auch wegen dem Zeitpunkt seiner Sichtbarkeit am Himmel. Immer wenn der Ziegenfisch hoch am Himmel stand, war die beste Zeit zum Fischen. Und die Fische in dieser Gegend waren Ziegenfische.

Später dann wurde aus dem Sternbild Ziegenfisch das Sternbild Steinbock.

Sternbild Steinbock Details
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Die Geschichte

Hesiod: Die Entstehung der Welt

Am Anfang war das Chaos. Und aus diesem Chaos entstanden fünf Gottheiten als Personifizierungen von Teilen der Welt

Gaia:            Die Erde
Tartaros:    Die Unterwelt
Nyx:            Die Nacht
Erebos:       Die Finsternis
Eros:           Die Liebe

Schauen wir uns den Weg einer dieser fünf Gottheiten etwas genauer an.

Gaia hatte mehrere Kinder, ohne jemals befruchtet worden zu sein. Eines dieser Kinder war Uranos. Als Uranos erwachsen war, wurden Gaia und er ein Liebespaar. Und es dauerte nicht lange, bis sich Nachwuchs einstellte.

Uranos war mit seinen  Kindern nicht sehr glücklich. Einige von ihnen hatten nur ein einziges Auge, das aber mitten in der Stirn. Oder sie hatten zusätzlich zu ihren normalen Augen dieses Stirnauge. Zyklopen wurden diese Einäugigen gerufen. Und Uranos verabscheute sie.

Andere seiner Kinder hatten 50 Köpfe und 100 Hände. Uranos hasste diese Hekatoncheiren ebenso wie die Zyklopen. Er schickte seinen Nachwuchs zu Tartaros. Verbannt in die Unterwelt, das sollte ihr Schicksal sein

Gaia war mit dem Handeln von Uranos nicht einverstanden. So brachte sie ihre nächsten Kinder heimlich zur Welt. Es waren Riesen in Menschengestalt, die Titanen gerufen wurden.

Die Zeit verging und von den Zyklopen und den Hekatoncheiren hörte man nichts mehr. Die Titanen aber entwickelten sich prächtig. Der jüngste Sohn von Gaia, der Titan Kronos wuchs zu einem stattlichen Mann heran. Ihn hatte Gaia dazu ausersehen, Rache an ihrem Gatten Uranos zu nehmen. Sie überredete den jungen Mann, in ihrem Sinn zu handeln.

Die Gelegenheit für die Rache bot sich, als Uranos sich seiner Frau wieder einmal zum Liebesspiel näherte. Gaia gab Kronos ein Zeichen. Und Kronos handelte.

Er stürmte auf die beiden zu und entmannte seinen Vater Uranos mit einer Sichel. Blut spritzte umher und traf auch Gaia. Dieses Blut befruchtete Gaia und sie wurde wieder schwanger. Die Kinder, die aus dieser Schwangerschaft hervorkamen waren die Giganten, die Erinnyen und die Meliaden.

Kronos hatte seinen Vater Uranos entmannt und damit getötet. Nun war er der Herrscher der Welt. Er wählt seine Schwester Rhea zur Gefährtin. Zusammen mit Rhea hatte er sechs Kinder: Zeus, Hera, Hades, Poseidon; Hestia und Demeter.

Die ersten der olympischen Gottheiten waren geboren.

Panik im Olymp

Zeus wollte die Herrschaft über die Welt haben. Dazu mußte er aber die Titanen und mit ihnen seinen Vater Kronos besiegen. Nach jahrelangem Kampf gelang ihm dieses Unterfangen.

Gaia war mit dem Geschehen nicht ganz glücklich. Zusammen mit Tartaros zeugte sie einen Sohn, der  Zeus niederringen sollte. Die nannte ihn Typhon.

Tyhon, der später „Herr des schlechten und gefährlichen Windes“  gerufen wurde, wuchs heran. Und eines Tages war es soweit, er drang in den Olymp ein

Die Götter im Olymp gerieten in Panik. Voller Furcht liesen sie alles stehen und liegen. Sie flohen. Um Typhon zu täuschen, verwandelten sich die meisten von ihnen in Tiere. Zeus zum Beispiel hatte die Gestalt eines Widders angenommen, als er in den Nil sprang, um Typhon zu entkommen.

Die kalten Fluten des Nil liesen den Gott zur Besinnung kommen. Er würde nie der Herrscher der Welt werden, wenn er floh. So machte er seine Verwandlung rückgängig und stellte sich Typhon zum Kampf.

Es war ein langer und harter Kampf, aber letztendlich konnte Zeus den Sieg erringen. Damit bleib Gaia nichts anderes übrig, als Zeus als den neuen Herrscher der Welt zu akzeptieren.

Einer der Kampfgefährten von Zeus hatte mit seiner Verwandlung nicht soviel Glück. Pan, der Gott des Waldes, verwandelte sich bei dem Sturz in die Fluten zur einen Hälfte in einen Ziegenbock, zur anderen Hälfte in einen Fisch. Er hatte das Pech, diese Verwandlung nicht mehr rückgängig machen zu können. Dennoch half er nach Kräften Zeus bei seinem Kampf gegen Typhon. Zum Dank für diesen Einsatz versetzte Zeus Pan als Sternbild in den Himmel.

Pan und das Sternbild Steinbock

Pan war nach seiner Verwandlung halb Ziege, halb Fisch. Damit drängt sich der Begriff Ziegenfisch auf. Und Ziegenfisch, so hieß das Sternbild vor langer langer Zeit. Später wurde dann das Sternbild Steinbock daraus.

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