Herkules (Sternbild)

Sternbild Herkules

Bezeichnungen
Herkules:    lat. Hercules    Gen. Herculis    Kürzel Her
Günstigste Beobachtungsmonate
Herkules:   4 5 6 7 8 9
Sternenkarte
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Beschreibung

Sternbild Herkules

Das Sternbild Herkules ist alles andere als auffällig. Die Sterne sind so dunkel, daß es gar nicht so einfach ist, Herkules zu identifizieren.

Es wundert mich, daß Zeus dem Sternbild Herkules nur so dunkle Sterne spendiert hat, repräsentiert es doch mit Herakles einen der größten Helden überhaupt.

Ich hab Herkules als ängstlichen Kerl gemalt, der vor dem Drachen zu fliehen scheint.

Die dreieckige Zipfelmütze, die ich Herkules aufgesetzt habe, hilft mir dabei, das Sternbild leichter identifizieren zu können.

Sternbild Herkules Details
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Wie finde ich denn nun Herkules?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer und dennoch tue ich mich sehr schwer damit.

Meine Eselsbrücke ist eine Verbindungslinie zwischen den sehr hellen Sternen Spica im Sternbild Leier und Arktur im Sternbild Bärenhüter. Außerdem ist ganz in der Nähe die nördliche Krone, die auf Grund ihrer interessanten Form nicht schwer zu finden ist.

Hier eine kleine Auffindkarte:

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Die Geschichte

Herakles

Ich denke, es lohnt sich, etwas intensiver auf Herkules einzugehen. Der Name des Sternbildes, Herkules, stammt aus dem römischen Kulturkreis. Die Geschichte um den Helden selbst ist mehr den Griechen zuzuordnen.

Und bei den Griechen hieß der Held Herakles.

Herkunft

Amphitryon hatte einen Feldzug gegen die Taphier erfolgreich abgeschlossen und war auf dem Heimweg. Er wurde schon sehnsüchtig von seiner Gattin Alkmene erwartet.

Zeus war von der Schönheit von Alkmene angetan. Er wußte, daß Amphitryon noch unterwegs war und nahm die Gestalt des Feldherrn an. So kam er zu Alkmene und zeugte mit ihr im heißen Liebesspiel ein Kind.

Als der echte Amphityon kurz darauf erschien, war Zeus schon verschwunden. Amphitryon verbrachte die Nacht mit seiner Frau und zeugte mit ihr ebenfalls ein Kind.

Ergebnis nach neun Monaten: Zwillinge

Einer der Zwillinge bekam den Namen Herakles. Ihr dürft raten, wer sein Vater war.

Hera verzögert die Geburt

Ich weiß nicht, ob Zeus seine Gattin Hera als blind einschätzte, die nichts von seinen Eskapaden mitbekam. Hera wußte sehr wohl, was Zeus trieb.

Sie versuchte Herakles zu schaden. Sie verzögerte seine Geburt und nahm ihm damit das Recht, Herrscher von Mykene zu werden, wie Zeus es eigentlich für ihn geplant hatte.

Die Milchstraße entsteht

Alkmene ahnte, daß ihr Sohn in höchster Gefahr war und gab ihn weg. Athene nahm sich des Kindes an und schmuggelte den Säugling unerkannt zu Hera. Hera stillte das Kind.

Herakles trank begierig die Milch, war dabei aber so ungestüm, das Hera ihn weg stieß. Die Milch schoss aus ihrer Brust heraus und verteilte sich am Himmel.

Die Milchstraße war entstanden

Die zwei Schlangen

Athene brachte Herakles zurück zu seiner Mutter Almene. Dort würde er doch sicherer sein, so hoffte sie. Hera aber schickte zwei Schlangen ans Kinderbett. Herakles packte die Schlangen, eine mit jeder Hand, und erwürgte sie.

Herakles wächst heran

Herakles war zu einem außerordentlich starken jungen Mann gereift. Er genoss eine exzellente Erziehung. Allerdings stellte sich bei ihm ein unschöner Wesenszug heraus. Er war jähzornig.

Einmal, als ihn sein Musiklehrer kritisierte, warf er dem Lehrer eine Leier an den Kopf. Der Lehrer überlebte diesen Treffer nicht.

Herakles kommt nach Theben

Nach seiner Ausbildung kehrte der junge Mann nach Theben zurück und löste dort durch sein Verhalten einen blutigen Krieg aus. Aus diesem Krieg ging Theben als Sieger hervor. Es war ein Sieg, an dem Herakles maßgeblich mitgewirkt hatte.

Als Dank bekam er die Tochter des Königs von Theben zur Frau

Herakles und der Wahnsinn

Hera wurde nicht müde, nach Möglichkeiten zu suchen, Herakles zu schaden. Diesmal drehte sie es so, daß  sich seine Sinne vernebelten und er dem Wahnsinn verfiel. In diesem Wahnsinn erschlug er seine Frau und seine drei Kinder.

Der Orakelspruch

Der Wahnsinn ging vorbei und Herakles sah, was er angerichtet hatte. Er fragte das Orakel von Delphi, wie er diese Tat sühnen könne. Das Orakel gebot ihm, sich zwölf Jahre lang in den Dienst von Eurystheus zu stellen.

Eurystheus

Eurystheus war der König von Mykene. Er wußte, daß Herakles, der nun in seinem Dienst stand, nach dem Thron von Mykene schielte. Deshalb gab er ihm 12 Aufgaben, die er bewältigen mußte. Diese Aufgaben waren so gefährlich, ja sogar unmöglich zu erfüllen. So hoffte Eurystheus, auf diese Weise Herakles loswerden zu können.

Die 12 Aufgaben des Herakles
  1. Nemeischer Löwe
    Das als unbesiegbar geltende Tier wurde von Herakles gefangen und erwürgt.
  2. Hydra
    Eine Schlange mit neun Köpfen, die nachwuchsen, wenn man sie abschlug.
    Herakles hindere die Köpfe am Nachwachsen und tötete so Hydra.
  3. Kerynitische Hirschkuh
    Eine heilige Hirschkuh
    Herakles durfte das heilige Tier nicht töten. Er brauchte ein ganzes Jahr, um es zu fangen.
  4. Erymanthischer Eber
    Der Eber hatte keine Kondition, Herakles schon. Er fing den Eber lebend.
  5. Die Ställe des Augias
    Das Ausmisten der riesigen Ställe war selbst für Herakles nicht möglich. So leitete er zwei Flüsse durch die Ställe, deren Wasser den ganzen Dreck wegspülte.
  6. Stymphalische Vögel
    Furchteinflößende und gefährliche Vögel mit mit Schnabel und Krallen aus Metall.
    Herakles scheuchte die Ungeheuer mit Metallklappern auf und tötete sie mit seinen vergifteten Pfeilen.
  7. Kretischer Stier
    Ein wahnsinniger Stier, der Kreta verwüstete.
    Herakles zähmte den wilden Stier und brachte ihn lebend nach Mykene.
  8. Rosse des Diomedes
    Die wilden Pferde von König Diomedes.
    Herakles warf den Pferden Diomedes zum Frass vor und zähmte sie so.

  9. Gürtel der Hippolyte
    Die Amazonenkönigin Hippolyte will Herakles ihren Zaubergürtel freiwillig geben. Hera mischt sich ein und es kommt zum Gemetzel unter den Amazonen. Herakles bekommt den Gürtel dennoch.
  10. Rinderherde von Geryon
    Herakles erobert die Rinderherde, indem er den Riesen Geryon tötet.
  11. Äpfel der Hesperiden
    Die Äpfel der Hesperiden verleihen den Göttern ewige Jugend. Sie werden von einem Drachen bewacht.
    Herakles überredet Atlas, den Vater der Hesperiden, für ihn die Äpfel zu pflücken.
  12. Kerberos
    Herakles entführt den Höllenhund aus der Unterwelt
Die zweite Ehe des Herakles

Deïaneira war die zweite Frau des Herakles. Eines Tages versuchte der Zentaur Nessos, sie zu entführen. Herakles verhinderte das. Er erschoss Nessos mit seinen vergifteteten Pfeilen.

Der sterbende Nessos riet Deïaneira, sein Blut aufzufangen und es Herakles zu geben, wenn dieser ihr untreu werden sollte. Dadurch würde sie seine Treue zurückgewinnen.

Der Tod des Herakles

Nach einigen Jahren Ehe begann Deïaneira, an der Treue von Herakles zu zweifeln. Sie erinnerte sich an das, was Nessos ihr gesagt hatte. Sie würde die Treue ihres Massen zurückgewinnen, wenn sie ihm das Blut des Nessos gab.

Deïaneira strich ein Hemd von Herakles mit dem Blut ein.

Herakles zog das präparierte Hemd an. Er verspürte einen stechenden Schmerz, der immer stärker wurde. Von einer Ahnung getrieben, versuchte er, das Hemd auszuziehen. Es war unmöglich, es ließ sich nicht mehr entfernen.

Herakles litt Höllenqualen durch das präparierte Hemd.

Das Blut, mit dem es eingestrichen war, war vergiftet. Und das Gift stammte von Herakles selber. Herakles hatte seine Pfeile mit dem Gift der Hydra eingestrichen. Und einer dieser Giftpfeile hatte den Zentaur Nessos getötet.

So rächte sich der Zentaur an Herakles.

Als Herakles die Qualen nicht mehr ertragen konnte, verbrannte er sich auf einem Scheiterhaufen.

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