Wasserschlange, Becher und Rabe (Sternbilder)

Sternbilder Wasserschlange, Becher, Rabe

Bezeichnungen
Wasserschlange:  lat. Hydra    Gen. Hydrae     Kürzel Hya
Becher:          lat. Crater   Gen. Crateris   Kürzel Crt
Rabe:            lat. Corvus   Gen. Corvi      Kürzel Crv
Günstigste Beobachtungsmonate
Wasserschlange:         3 4 5 6
Becher:             1 2 3 4 5   11 12
Rabe:                   3 4 5 6
Sternenkarte
Sternbild Wasserschlange Becher Rabe Sternbild
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Hydra!

Ich habe Wasserschlangen eher klein und wendig in Erinnerung. Unsere Hydra hier ist dagegen so groß, daß ein einzelnes Bild nicht ausgereicht hat, um sie in voller Schönheit abzubilden. Ich mußte zwei nebeneinander liegende Fotos zusammenbasteln (in Neudeutsch sagt man dazu stitchen).

Wahrscheinlich stammt diese Wasserschlange aus einer Nebenline der Anacondas… 🙂

Beschreibungen

Sternbild Wasserschlange Becher Rabe Details
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Sternbild Wasserschlange

Wenn man weiß, wo man suchen muß, kann man den Kopf der Wasserschlange ohne allzu große Probleme erkennen. Seine Form ist einzigartig. Der Rest des Schlangenkörpers schlängelt sich eher unauffällig, dafür aber umso ausladender, über den Himmel, wie die Sternenkarte oben eindrucksvoll beweist.

Zu Füßen des Löwen kann die Wasserschlange gesichtet werden.

Sternbild Becher

Die Wasserschlange hat sich irgendwo in der Mitte einen Becher auf den Körper geschnallt. Keine Ahnung, warum sie das getan hat. Der Becher selbst ist ebenso unauffällig wie der Schlangenkörper.

Sternbild Rabe

Die Sterne des Sternbilds Rabe sind hell genug, um sofort aufzufallen. Die Form des Sternbildes kann ich aber nicht mit einem Raben in Verbindung bringen. Egal, das Sternen-Viereck fällt auf, auch wenn es hier tief über dem Horizont steht.

Von der Hydra bis zur Andromeda

Von der Hydra zur Andromeda
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Erinnert ihr euch an das Freibier, das König Kepheus von Äthiopien ausgab?

Kepheus stellte die Zapfanlage unweit des dreieckigen Felsens auf, an dem seine Tochter Andromeda angekettet auf ihren Tod wartete. Andromeda sollte geopfert werden, um das Meeresungeheuer zu besänftigen, das die Küsten Äthiopiens immer wieder verwüstete.

Anscheinend hoffte der König, mit dem Bier den wütenden Walfisch betrunken zu machen, so daß dieser von seiner Tochter abließ.

Freibier lockt, wenn es sich herumgesprochen hat, daß es welches gibt. Und es sprach sich herum. Bald wußten alle davon.

Der Held Perseus war nicht weit entfernt. Er stürmte heran und war der erste, der sich eine Mass Bier ausschenken ließ. Nachdem er den Krug geleert hatte, befreite er Andromeda von ihren Ketten und nahm die Königstochter mit sich.

Hinter Perseus war der Fuhrmann schon in Sichtweite. Eigentlich wollte der Fuhrmann Perseus ja wegen einer nicht bezahlten Fuhre zur Rede stellen. Als er aber die Schankanlage sah, vergaß er sein Vorhaben und genehmigte sich ebenfalls ein kühles Helles.

Die Zwillinge schienen schon vorgeglüht zu haben. Denn sie mußten sich gegenseitig stützen. Arm in Arm torkelten sie heran, den Geruch des Freibieres schon in der Nase.

Und weit hinten hatte Hydra,  unsere Wasserschlange, ihren Kopf schon weit aus dem Wasser gereckt und schielte in Richtung Äthiopien und damit in Richtung Freibier.

Die Sitten von damals unterscheiden sich anscheinend gar nicht so sehr von denen von heute. Wenn es Freibier gibt, kommen alle angerannt, auch die, die man ansonsten eher selten zu Gesicht bekommt.

Die Geschichte

Apoll und ein schlauer Rabe

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, ich hab schon erzählt, daß Gevatter Zeus gewissen Vergnügungen nicht abgeneigt war. Er hatte viel Spass und oft genug wurde aus diesem Spass Ernst. und Ernst ist heute drei Jahre…
Nun ja, einen Gott mit dem Namen Ernst kenn ich nun nicht wirklich, dafür aber eine Menge andere Kinder vom Göttervater, die auf Grund ihrer Herkunft alle selber unsterblich und damit Götter waren.

Die Göttin Leto, eine Titanentochter, war eine der Geliebten von Zeus. Das Ergebnis dieser Liebschaft waren Artemis und Apollon.
Eines Tages gab Apollon einem Raben den Auftrag, Wasser zu holen. Der Rabe, nicht faul, schnappte sich mit seinem Schnabel einen Becher und machte sich auf den Weg. Doch wie das manchmal so ist, Wege können lang werden, vor allem, wenn man unterwegs Hunger bekommt.

Auf halbem Weg zum Wasser erblickte der Rabe einen Feigenbaum. Die Früchte waren zwar noch nicht vollständig ausgereift, das machte dem Raben aber wenig aus. Hungrig, wie er war, legte er sich unter den Baum und wartete darauf daß die Früchte reif wurden. Über diesem Warten schlief er ein.

Ich denke mal, sein Nickerchen dauerte etwas länger, denn als der Rabe aufwachte, waren die Feigen reif. Der Vogel landete auf einem Zweig und naschte von den Feigen, bis er beinahe platzte. Anschließend genehmigte er sich ein kleines Verdauungsschläfchen.

Als der Rabe wieder aufwachte, erinnerte er sich an seinen Auftrag. Kein Problem, dachte er, das haben wir gleich. Er flog zum Fluss,schöpfte das kühle Wasser und brachte es auf schnellstem Weg zu Appollon

„Denk nur, Apoll“, flunkerte der Rabe. „Auf dem Weg zum Fluss hat mir eine garstige Wasserschlange aufgelauert. Es hat ziemlich lange gedauert, sie zu überlisten.“ „So so“ antwortete der Gott, der die Lüge des Raben durchschaute. „Dann will ich dir mal Gelegenheit geben, über deine Geschichte nachzudenken.“. Und mit diesen Worten verbannte Apoll den Raben, den Becher und die Wasserschlange als Sternbilder an den Himmel.

Links

 

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